Dienstag, 5. Januar 2016

Flug: Condor Economy Class Frankfurt-Varadero (und zurück)

Da ich diesen Blog erst Monate nach diesem Flug gegründet habe und jetzt erst nachträglich eine Review schreibe, habe ich leider nur wenige Fotos für euch





Boarding/Pünktlichkeit
Wir sind mit der LH von Berlin nach Frankfurt geflogen und dann in die Condor umgestiegen. Das Boarding startete verspätet und zog sich ganz schön hin. Kurz vor Abflug wurden noch mal Upgrades in die Premium Eco und Business angeprisen. Immer. Wieder. -_-
Auf dem Rückweg hatten wir eine Verspätung von 1,5h, die unser Pilot aber fast wieder aufgeholt hat.


Sitz/Flugzeug
Ui, ist das eng! Das war mein 1. Gedanke. Für einen innereuropäischen Flug wären die Sitzabstände okay gewesen, aber für einen 11h Flug... Ich bin nur 1,57m, deswegen passe ich eigentlich überall rein, aber mein Freund hatte schon ganz schöne Beinschmerzen.
Der Sitz an sich war okay, hatte IFE und auch der Rest des Flugzeugs war sauber und wirkte sogar recht neu (was nicht bei allen Condor-Maschinen der Fall ist).

Essen

 Sojabolognese
"Frühstück"?, 5€ Sekt
Der Meal Service von Condor wirkte ein bisschen wie die Essensausgabe im Knast, denn es gibt bei Condor nur eine Mahlzeit. Es sei denn, man bestellt sich ein Premium Menü oder eine Sondermahlzeit (Vegetarisch, vegan usw.) vorher online. Die Preise variieren dabei nach Zone und Buchungszeitraum). Wir hatten auf dem Hinflug Nudeln mit Soja-Bolognese, die überraschend lecker waren. Das "Frühstück" kann kaum als solches bezeichnet werden und soll innerhalb des Premium-Menüs wesentlich besser sein.
Alkoholische Getränke kosten extra.

Service
Auf dem Hinflug wirkte die Crew gehetzt, genervt und unkonzentriert. Auf den Rufknopf wurde nicht reagiert. Dabei war das Flugzeug noch nicht mal voll.
Auf dem Rückweg hatten wir eine Verspätung und der Flieger war bis auf den letzten Sitz vollgestopft und die Crew war wesentlich freundlicher und entspannter.
So kann's gehen.

Wissenswertes

Extrakosten: bei Condor kostet Alles außer dem Klogang extra. Sitzplatzreservierungen kosten extra (neuerdings variierend nach Buchungszeitraum, Zone und Position im Flugzeug, damit auch keiner mehr durchsieht), Sondermahlzeiten, sogar Bordentertainment. Ich kann jedem nur raten, diese Extrakosten für das Entertainment zu investieren. In der kostenfreien Version gibt es nur 1 Film und 2 Serienepisoden.

Upgrades: Condor bietet oft kurz vor Abflug noch recht günstige Upgrades in die höheren Buchungsklassen an. Wir hätten z.B. für nur 500€ mehr in die Business upgraden können, was auf der Strecke schon ein echter Schnapper gewesen wär.

Leasing-Flugzeuge: leider ist Condor dafür bekannt, dass sie recht alte Maschinen haben, die häufig mal zur Reparatur müssen. Dann müssen sog. Leasing-Maschinen  ran, die oft von irgendwelchen ausländischen Chartergesellschaften gestellt werden. Besonders auf den Karibikstrecken (PUJ, POP z.B) werden dann Maschinen von z.B. Hi-Fly oder Omni Air eingesetzt. Diese sind nicht mit den normalen Condormaschinen zu vergleichen. Eine Business Class oder Premium Eco gibt es meist nicht oder sie ist nicht mit der von Condor vergleichbar. Oft sind die Maschinen sehr alt, ihnen fehlt ein Inflight-Entertainment (für das man ggf. schon bezahlt hat!) und die Crews sind manchmal nicht mal des Englischen mächtig. Um zu erkennen, ob auf der Strecke auch wirklich Condor fliegt, muss man bei Buchung darauf achten, wer bei "operated by" unter dem Flug steht. Ein Reisebüro hilft gerne! Aber auch dann kann es passieren, dass im Falle von technischen Problemen o. Ä. eine Leasingmaschine zum Einsatz kommt.

Werbung: während des Fluges gab es immer wieder, jedes Mal, wenn man einen neuen Film startete und manchmal auch mitten drin im Flug: Werbung. Werbung für Condor und ihren Bordkatalog. Werbung trotz Bezahlentertainments finde ich persönlich schon dreist.



Fazit: 
Ich sage immer: "Man bekommt, was man bezahlt.". Das ist eigentlich das Easyjet-Prinzip, gilt aber auch für Condor (das neue Easyjet der Fernstrecke?) . Condor hat ein recht gutes Streckennetz, mit vielen guten Direktverbindungen in touristische Ziele, zu recht günstigen Preisen. Wer bereit ist, mehr als diesen günstigen Preis zu bezahlen, der kann sich den Flug wesentlich angenehmer gestalten. Wer das nicht will, der hat m.M. nach auch kein Recht, zu meckern. Ich würde Condor wieder fliegen, scharf drauf bin ich aber nicht.


Zeitpunkt der Reise: September 15

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