Donnerstag, 21. Januar 2016

Hotel: Brisas Trinidad del Mar Playa Ancon

Im Rahmen einer Rundreise habe ich in diesem Hotel 2 Nächte verbracht.





Lage
Eigentlich liegt das Hotel in Playa Ancón, etwa 13km außerhalb von Trinidad. Es ist von der einen Seite vom Meer begrenzt und hat einen direkten Zugang zum Strand. Von der anderen Seite liegt das Hotel an einer Art Sumpf, der für eine große Menge an Mücken sorgt.

Der Sumpf

Der Strand

Zimmer

Standard Room Brisas Trinidad del Mar Playa Ancon
Wir hatten das Vergnügen, einmal das Zimmer zu wechseln. Unser erstes Zimmer lag im Erdgeschoss. Die Einrichtung war abgewohnt, aber wir hatten keine großen Erwartungen also war das okay. Was uns aber sofort auffiel, war der muffige, üble Geruch, der irgendwie an Fäkalien erinnerte. Das Zimmer war nicht besonders sauber und das Bad eine mittlere Katastrophe. Im Klo war ein seltsamer, grünlicher Schleim, Die Badewanne hatte ein Loch. An Duschen war also nicht zu denken. Die Handtücher waren zerschlissen und dreckig und stanken auch noch ekelhaft. Endgültig vorbei war es bei mir aber erst, nachdem ich eine Kakerlake sichtete. Und noch eine. Und noch eine.
Als ich mich bei der Rezeption beschwerte und einen Zimmerwechsel verlangte, hieß es, das Hotel sei ausgebucht. Man schickte uns aber eine Gruppe Zimmermädchen, um das Loch in der Badewanne zu verstopfen und Giftspray zu versprühen. Wie beruhigend! (Und wozu diese Arbeit von 5 (!) Frauen erledigt werden musste, war mir auch ein Rätsel.
Leider haben wir in der Nacht garkein Auge zugemacht und zwischendrin trotz Festbeleuchtung immer wieder Kakerlaken umherhuschen sehn. Als uns um 3 Uhr morgens eine fette Kakerlake von der Decke direkt ins Gesicht starrte, war es vorbei mit mir. Als ich an der Rezeption richtig Stunk machte, ließ man uns das Zimmer wechseln. Siehe da, plötzlich war das Hotel nicht mehr ausgebucht.

Loch in der Dusche

 
Verschwommenes Kakerlakenbild


Unser 2. Zimmer lag dann im 2. Stock und war sowohl vom Zustand des Zimmers als auch von der Sauberkeit eine komplett andere Geschichte. Einzig die Handtücher waren auch hier eine Zumutung.
Zwar hatten wir auch hier tierische Mitbewohner, aber Geckos nehme ich gerne.

 Unser Hausgecko

Ausblick aus dem Zimmer

Essen
Das Brisas ist ein All Inclusive Hotel. Die Magenverstimmung ist übrigens auch inklusive. Sämtliche Mahlzeiten werden im großen Buffetrestaurant eingenommen. Sämtliche Speisen sehen aus wie schon mal gegessen. Beschriftung gab es nur selten. Das machte aber nix, da die beschrifteten Sachen meist auch nicht so aussahen, wie das, was es eigentlich sein sollte. Komplett verkochte und aufgeplatzte Eier, Nudelmatsch, verschrumpeltes, verkohltes Fleisch... von vorne bis hinten einfach nur ekelhaft. Igitt. Ein Foto erspare ich dem werten Leser.

Anlage


Die Anlage selbst ist recht groß. Es gibt mehrere Bars, ein Fitnesscenter, ein Post Office (das aber nie offen hatte, auch zu den angegebenen Öffnungszeiten nicht), einen Souvenirshop/Boutique (der aber nie offen hatte, auch zu den angegebenen Öffnungszeiten nicht), eine Beachbar, einen großen Poolbereich und mehrere kleine Chillout-Areas.
Der Pool war irgendwie immer nur zu einem Viertel befüllt. Wahrscheinlich hat man gehofft, dass genug Leute reingehen würden, damit der Wasserpegel steigt. Das Wasser war stets dreckig und es schwamm Abfall im Pool. Ein Mitreisender erzählte uns, er wäre im Pool fast von einem Absaugrohr angezogen worden. Die Liegen am Strand sind größtenteil kaputt gewesen, aber noch benutzbar.
Die Bars machten stets später auf als angegeben, schlossen aber überpünktlich.
Es gab abendliche Unterhaltungsshows, an denen die Leute auch wirklich Spaß zu haben schienen.
Abends standen außerdem Schmuck- und Souvenirhändler vor dem Buffetrestaurant.
Die gesamte Anlage wirkt nicht unbedingt gepflegt, könnte aber eigentlich sehr schön sein.



Service


Wo fange ich an? Der gesamte Service im ganzen Hotel wirkte auf mich unorganisiert, unmotiviert und unfreundlich. Der Checkin dauerte eeewig, da nur eine Person wirklich arbeitete und bestimmt 4 oder 5 Mitarbeiter rumstanden und nur wichtig guckten.
Die Nachtbesetzung der Rezeption schlief und reagierte gereizt, als ich um 3 Uhr morgens einen Zimmerwechsel verlangte.
Sämtliche Anlagen wurden immer zu spät geöffnet und früher geschlossen. Ein Angestellter, der an der Bar und Beachbar arbeitete, war super aufdringlich und einfach nur eklig. Das Englisch der Angestellten variierte. Wenn es um Beschwerden oder Wünsche ging, konnte plötzlich keiner mehr Englisch. Allerdings stieg die Freundlichkeit auch stark an, wenn man Spanisch sprach.
Von besonderer Dreistigkeit war das Personal im Buffetrestaurant. Das war mehr damit beschäftigt, den Gästen das Buffet wegzufuttern und sich in aller Öffentlichkeit einen hinter die Binde zu kippen, als die Getränkewünsche aufzunehmen oder das Essen nachzufüllen. Ein Mitreisender bestellte sich ein Bier, nur um dann zu beobachten (und zu fotografieren :D), dass die Kellnerin erstmal sich selbst ein kühles Blondes genehmigte, um dann nach 10-15 Min. ihm eins zu bringen. Grundsätzlich dauerte alles ewig und wurde von einer stets grimmigen Mine begleitet. Am letzten Abend schenkte man uns dann plötzlich Kettchen und Zigarren, um trotz nicht erbrachter Leistung etwas Trinkgeld zu bekommen.

Fazit
Mein Fazit ist eindeutig: ich habe noch nie ein schlechteres Hotel gesehen und würde es meinem schlimmsten Feind nicht empfehlen. Oder dem vielleicht schon. Keine Empfehlung! Wertung 0/5

Alternative Hotelempfehlung: Das beste Hotel der Stadt, auuch direkt in der Altstadt gelegen ist das Iberostar, das aber natürlich um Einiges teurer ist. In Trinidad selbst gibt es Unmengen an tollen Casas und Hostals. In Playa Ancón direkt fällt mir keine gute Alternative ein.

Zeitpunkt der Reise: September 15

Teile dieses Beitrags sind bereits in meinem anderen Blog erschienen.

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