Sonntag, 17. Januar 2016

Hotel: Islazul Gran Hotel Camagüey

Im Rahmen einer Rundreise habe ich in diesem Hotel 1 Nacht verbracht.





Lage
Das Hotel liegt direkt in der Fußgängerzone von Camagüey und in unmittelbarer Umgebung sind viele Geschäfte, Restaurants und Kneipen.

Zimmer

Double Room
Die Zimmer waren klein, eng, dunkel und muffig. 
Anders als in den meisten Hotels der größeren Ketten, gibt es hier keine richtigen Fensterscheiben, sondern nur große Holztüren mit Lamellen (wie sie die Kubaner meist auch zuhause haben). Man hat also die Wahl: entweder Licht im Zimmer, aber die Hitze gleich mit oder die Türen zu und dafür etwas Kühle. Die Klimaanlage war extrem laut und hatte auch nur minimalen Effekt, so dass wir uns für die letztere Variante entschieden haben.
Die Betten waren durchgelegen und nicht besonders bequem, die Bettbezüge fleckig und nicht besonders wohlriechend.
Das Bad war sauber, wenn auch sehr eng. Alle Armaturen funktionierten.

Ausblick

Essen


Das Essen wäre eigentlich einen eigenen Beitrag wert, so schlecht war es. Eigentlich wurde zum Abendessen ein Buffet angekündigt, was dann aber plötzlich wieder nur "Chicken, Beef or Fish?" wurde, wie das halt ab und zu so ist auf Kuba. Unsere Gruppe hat sich unisono für Huhn entschieden. Das Huhn kam mit der typischen Reis mit schwarzen Bohnen-Beilage und Bananenchips.
Das Huhn war so dermaßen tot, das hab ich noch nicht erlebt. Es war wirklich kaum zu schneiden, geschweige denn zu beißen. Unsere Vermutung war, dass das Fleisch schon ein paar Tage alt war. Hinzu kam, dass der Reis irgendwelche seltsamen Stückchen drin hatte. Ugh. Wir haben es alle mit Humor genommen, aber unsere Kellnerin schien nicht amused. Eine Entschuldigung für das Lederhuhn hatte sie aber auch nicht parat.
Das Frühstück am nächsten Tag war leider auch nicht besser. Das Frühstücksbuffet bestand aus einer kleinen Auswahl unappetitlich aussehender Sachen. Es gab Pizza (zum Frühstück!) und Pancakes mit der Konsistenz von Türstoppern (und dem Geschmack!).

Anlage
Das Hotel hat eine Bar im Erdgeschoss, ich glaube, das war's.
Es gibt das Restaurant, in dem Frühstück und Abendessen eingenommen werden, aber das liegt im 2. Stock direkt über den Hotelzimmern, eher ungünstig. So wurden wir auch morgens gleich vom Stühlescharren geweckt.
Das Hotel ist in einem alten, hellhörigen Haus mit eingen Treppen. Die sind aber immer noch besser als der noch engere Fahrstuhl, der extrem nach Diesel gerochen hat, so dass uns schon fast übel wurde.

Service
Von der grimmig dreinguckenden Rezeptionsdame bis zur noch grimmigeren Kellnerin im Restaurant war unser Gesamteindruck eher negativ. Einzig der Kofferträger war nett.
Kleines Detail am Rande: die am Vorabend auf dem Boden gelandeten Bananenchips lagen am nächsten Morgen immer noch da. Geht's noch?

Fazit
Islazul-Hotels gehören der kubanischen Regierung und dementsprechend werden hier andere Maßstäbe an Service und Qualität gelegt als bei großen, internationalen Hotelketten, die ein Auge auf den Profit haben. Das Hotel hat eine grandiose Lage, ist aber leider echt in die Jahre gekommen, das Essen ist ungenießbar und der Service unmotiviert und unfreundlich. Leider gilt dieses Hotel als das Beste Camagüeys, was an sich schon ein Armutszeugnis ist. Ich würde es für eine Nacht empfehlen (dann aber ohne Verpflegung), aber darüber hinaus nicht. Wertung 2/5

Alternative Hotelvorschläge: mir wurde als Alternative das CasAlta empfohlen. Das ist zwar nicht so sehr zentral, aber auch ganz gut gelegen.

Zeitpunkt der Reise: September 15

Teile dieses Beitrags sind bereits in meinem anderen Blog erschienen.

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